FIRMA

Am 7. Mai 1730 erhielt Sebastian Melchior Rigert von der Obrigkeit der Republik Gersau die Bewilligung am See Seide zu fäulen und zu waschen. Rigert handelte im Auftrag von Josef Augustin Reding aus Schwyz, dem eigentlichen Begründer der Gersauer Seidenindustrie. Die Schwyzer Behörde hatte die entsprechende Bewilligung verweigert. 1846/47 wurde die erste grosse Seidenfabrik in Gersau im „Eggi“ erstellt. 1859/60 folgte die Zweite in der „Bläui“ und 1861 die dritte am See. Die grossen Fabrikgebäude waren die Folge der sich rasch entwickelnden Mechanisierung der Seidenverarbeitung. Das Wasser war die Grundlage dafür. Alle drei Fabriken wurden am Dorfbach gebaut, da das Wasser vom Rigiberg für den Antrieb der Maschinen benötigt wurde. Über den See konnten Rohstoffe und fertige Seidenprodukte transportiert werden.
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